Moderne Arbeitsplätze erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit im Mittelstand

Unternehmen, die den Ansprüchen heutiger Arbeitnehmer gerecht werden (Stichwort: „New Work“), haben ein höheres Wachstum und sind laut einer von VMware in Auftrag gegebenen Studie häufiger Marktführer als Wettbewerber mit einer eher traditionellen Workplace-Ausstattung. Vor allem junge Mitarbeiter drängen auf Veränderungen, wie eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens You-Gov im Auftrag der Intranet-Agentur Hirschtec zeigt. Während 40 Prozent der 18- bis 24-Jährigen im Bereich der digitalen Arbeitsplätze Modernisierungsbedarf sehen, sind dies bei den über 55-Jährigen nur 19 Prozent. Aber auch was die Büroumgebung angeht müssen sich Chefs von lieb gewordenen Ansichten über Arbeitsorganisation und Arbeitsmittel verabschieden. Das Großraumbüro, das als Hort für Kreativität und Produktivität galt, gerät zunehmend in die Kritik. Laut den empirischen Untersuchungen von Ethan S. Bernstein und Stephen Turban hemmt es die Interaktion und Kommunikation, statt sie zu fördern.

Selbst traditionelle Arbeitsmittel wie die Tastatur könnten vom Aussterben bedroht sein. Fortschritte in der Künstlichen Intelligenz (KI) machen ihren Einsatz zunehmend überflüssig. Aktuelle Spracherkennungssysteme können gesprochenen Text nahezu fehlerfrei erkennen und umsetzen. Wie eine Studie an der Stanford University ergab, ist die Texteingabe per Sprache dreimal schneller als das Tippen. Durch Spracheingabe lassen sich also textbasierte Aufgaben wie die Bürokommunikation, die Dokumentation oder die Erstellung von Schriftsätzen massiv beschleunigen. Die Investition in eine Spracherkennungslösung rechnet sich daher schnell. Wenn in einem Unternehmen mit 50 Mitarbeitern durch effizientere Texterfassung nur zwei Stunden Arbeitszeit pro Woche und Mitarbeiter gespart werden könnten, beläuft sich das Einsparpotenzial bei einem angenommenen Stundensatz von 50 Euro auf 1,2 Millionen Euro pro Jahr.

Die großen Fortschritte in den Bereichen Maschinelles Lernen (ML) und Künstliche Intelligenz (KI) sind wesentliche Ursachen für die hohe Leistungsfähigkeit aktueller Spracherkennungslösungen. Algorithmen können heute selbstständig aus Erfahrung lernen oder gezielt trainiert werden. So passen sie sich durch die Interaktion mit einem Sprecher immer besser an dessen Spracheigenheiten, etwa einen Dialekt oder Akzent, an und erhöhen kontinuierlich die Treffergenauigkeit. Fachspezifische Vokabulare lassen sich im Vorfeld importieren, explizit trainieren oder im Diktierprozess laufend verbessern. KI-basierte Komponenten wie Natural Language Processing (NLP) und Natural Language Unterstanding (NLU) erlauben es modernen Spracherkennungsprogrammen, den Inhalt und den Kontext der Spracheingabe zu identifizieren. Zum Beispiel können sie auf Anweisungen wie „nächste Seite“ oder „neuer Abschnitt“ reagieren, ohne dass der Sprecher für Steuerungsbefehle starre Wortkombinationen benutzen muss.

Ein weiterer Faktor, der die Verbreitung und die Einsatzmöglichkeiten der sprachbasierten Texterstellung fördert, ist das Cloud Computing. Eine zentral verwaltete und flexibel nutzbare Infrastruktur erleichtert den Zugang erheblich und lässt sich mit wenig Aufwand beliebig skalieren. Statt einer aufwendigen Installation auf den Clients lässt sich Spracherkennung aus der Cloud schnell und einfach mit wenigen Klicks nutzen. Für die Unternehmen, für die Cloud Computing auf externen Servern nicht infrage kommt, bietet Nuance als einer von wenigen Herstellern eine Private-Cloud-Lösung an, die Spracherkennung in eigenen Rechenzentren möglich macht. Der Provider bzw. die interne IT-Administration stellt dabei nicht nur die notwendigen Server- und Speicherkomponenten zur Verfügung, sondern spielt auch alle notwendigen Aktualisierungen und Sicherheits-Updates ein, ohne dass sich der Anwender darum kümmern muss.

Die digitale Transformation stellt Unternehmen jeder Größe und Branche, aber auch die öffentliche Verwaltung und den Mittelstand vor große Herausforderungen. Eine der größten liegt darin, im täglichen Geschäft genügend Zeit und Freiräume für eine strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung zu schaffen. Spracherkennung kann hier einen wesentlichen Beitrag leisten, denn sie beschleunigt das Erfassen und Verarbeiten von Dokumenten und Nachrichten, sorgt für ein ergonomischeres und damit ermüdungsfreies Arbeiten und vereinfacht textbasierte Arbeitsweisen erheblich. Mitarbeitern bleibt damit mehr Zeit und Energie, sich weiterzubilden, neue Geschäftsfelder zu erschließen und die Digitalisierung voranzutreiben.

Eine Spracherkennung ist auch ein Schritt in Richtung Arbeitswelt der Zukunft („New Work“) mit mehr Freiheit und Selbstbestimmung der Arbeitnehmer. Unternehmen und Behörden sollten bei der Wahl einer Lösung aber auch Datenschutz und Sicherheit nicht außer Acht lassen. Nur so lässt sich ein böses Erwachen verhindern und ein langfristiger und zukunftsfähiger Einsatz gewährleisten.

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Über Sandra Noetzel

Sandra Noetzel verantwortet das Marketing für Dragon Professional & Consumer (P&C) innerhalb des Geschäftsbereiches Healthcare für DACH und Frankreich. Die ehemalige Tennisspielerin hat an der University of Nebraska, Lincoln und in Oxford, England Kommunikationswissenschaften, Marketing und internationale Ökonomie studiert. Sie liebt College Football, County Music und die Sonne.