Das Klinikum Stuttgart revolutioniert mit Cloud-basierter Spracherkennung seinen Klinikalltag

Die Digitalisierungsstrategie des Klinikum Stutgart ist Teil der übergreifenden Unternehmensstrategie, die ihrerseits auf drei Grundpfeilern fußt: hohe Behandlungsqualität, Patient*innensicherheit und Wirtschaftlichkeit. Das Haus verfügt über mehr als 2.000 Betten und tagesklinische Behandlungsplätze sowie über 50 Kliniken und Institute. Rund 700.000 Patient*innen werden jährlich von den etwa 7.000 Mitarbeitenden behandelt.

Im Jahr 2020 entschied das Klinikum Stuttgart auf die Spracherkennungslösung Dragon Medical One umzusteigen, um die Patient*innendokumentation zu digitalisieren und dadurch den manuellen Arbeitsaufwand für das medizinische Personal zu reduzieren. Im Vorfeld haben Pflegepersonal, Ärzt*innen und die Administration gemeinsam Faktoren erarbeitet, die das neue System bieten sollte, um sie bestmöglich bei ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen. Die Mitarbeitenden der drei Standorte Katharinenhospital, Krankenhaus Bad Cannstatt und Olgahospital können nun dank der Spracherkennung die Befunde ihrer Patient*innen während der Untersuchung oder Behandlung diktieren und direkt in das interne Informationssystem einspeisen.

Digitalisierung verbessert die Patient*innenversorgung

Eine effiziente und schnelle Dokumentation bei der Untersuchung und Behandlung von Patient*innen ist wichtig. Warum erklärt Prof. Dr. Jan Steffen Jürgensen, medizinischer Vorstand und Vorstandsvorsitzender des Klinikums: „Die digitale Verfügbarkeit von Behandlungsdaten in Echtzeit ist die Basis für die Nutzung zusätzlicher Tools, wie klinischer Entscheidungsunterstützungssysteme oder auch Text Mining. Liegt der Text in Echtzeit vor, kann zum Beispiel unmittelbar mit dem Verschreiben von Medikamenten ein Arzneimittelcheck im Hintergrund laufen und so die Patientensicherheit verbessert werden.“ Zudem ermöglicht die Echtzeit-Dokumentation einen übersichtlichen Behandlungsfaden bei Patient*innen, wodurch wiederum Informationsbrüche und Verzögerungen seltener vorkommen und sich die Patient*innenversorgung verbessert. Auch wird das Personal durch eine solche Lösung entlastet und Workflows können optimiert werden.

Ärzt*innen können aufatmen Dokumentation geht nun mindestens doppelt so schnell

Vor allem während der Corona-Pandemie, hat sich die Digitalisierung im gesamten Gesundheitswesen als notwendige Unterstützung bewiesen. Eine aktuelle internationale HIMSS Studie belegt, dass bei 48 Prozent der befragten Ärzt*innen und Pflegekräften in Deutschland die Pandemie ihre Überlastungssymptome, die sie ohnehin schon in ihrer verantwortungsvollen Arbeit verspürten, verschlimmert hat.

Durch den Einsatz von Dragon Medical One ist jedoch eine immense Zeitersparnis möglich. Prof. Dr. Jan Steffen Jürgensen betont die klaren Vorteile fürMitarbeitende: „Die so entstandenen Freiräume kann jeder selbst ausgestalten: mehr Zeit für Patienten, mehr kollegialer Austausch, mehr Raum für Fortbildung, weniger Überstunden usw. Der Zeitgewinn ist erheblich – bei jährlich circa 100.000 stationären Patienten, für die ein Arztbrief erstellt werden muss, und 600.000 ambulanten Aufenthalten, die eine Dokumentation erfordern. Der Mehrwert der Spracherkennung ist offentsichtlich.“

Blick in die Zukunft: Cloud-basierte Spracherkennung auch im OP-Bereich

Dragon Medical One ist in deutschen Microsoft Azure Rechenzentren gehostet und überzeugt durch hohe Verfügbarkeit und Mobilität. „Wir müssen nun nicht mehr auf seltene Software-Updates warten. Wir haben ein lernendes System, das tagesaktuell verbessert wird, sodass immer sofort die neueste Version verfügbar ist“, führt Jürgensen weiter aus. Somit fallen Ausfallzeiten durch Wartung oder Updates weg, während Dragon Medical One überall im Klinikum und auch im Homeoffice verwendet werden kann. Ausserdem gibt eine hohe Akzeptanz und Nutzerzufriedenheit, was sich auch in der Nachfrage nach zusätzlichen Lizenzen und in einem gut laufenden Rollout ausdrückt. In der Zukunft will das Klinikum Stuttgart Spracherkennung auch im OP-Bereich einsetzen. Dort bietet sie sich aufgrund der strengen Hygienevorschriften auch besonders an und kann OP-Schritte und deren Dokumentation synchronisieren. Den vollen Wert entfalten kann Spracherkennung in Echtzeit in Behandlungspfaden, die durch viele Wechsel und Übergaben gekennzeichnet sind, z.B. von der Prämedikation und Einleitung über die OP-Dokumentation zur Nachbeobachtung im Aufwachraum oder Intensivstation. Informationsbrüche und Verzögerungen sind riskant und können mit Spracherkennung deutlich minimiert werden.

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Über Martin Eberhart

Martin Eberhart ist General Manager Healthcare von Nuance für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Herr Eberhart bringt mehr als fünfzehn Jahre Management-, Vertriebs- und Marketingerfahrung in einem internationalen Umfeld mit, unter anderem mit dem Technologieführer Philips und dem weltweit größten Gesundheits-IT-Verband HIMSS. In seinen bisherigen Positionen begleitete er aktiv Digitalisierungsprozesse im Gesundheitswesen in der USA und verschiedenen Europäischen Ländern.