Von On-Prem zur Cloud: Das Uniklinikum Jena geht bei der Spracherkennung den nächsten Schritt

Das Uniklinikum Jena hat schon früh die Vorteile von Spracherkennung für sich genutzt: Seit dem Jahr 2007 setzt das Klinikum, das mit seinen 1.396 Betten für über eine Million Menschen in der Region zuständig ist, auf Spracherkennungslösungen von Nuance. Das Haus verfügt über 29 Kliniken an drei Standorten und beschäftigt mehr als 5.600 Mitarbeitende, darunter 800 Ärzt*innen.

Ursprünglich war der Einsatz von Spracherkennung im Uniklinikum Jena einzig bei der Diagnose angedacht, um die Befundungszeit zu reduzieren und dadurch die Behandlungsqualität zu verbessern. Mittlerweile kommt sie jedoch auch in zahlreichen anderen Bereichen verwendet, etwa zur Erstellung von OP-Berichten, Gutachten, Entlassungsbriefen sowie E-Mails und Publikation in Deutsch und Englisch. Gerade in der Unfallchirurgie und der Zentralen Notaufnahme profitieren beispielsweise Patient*innen und das medizinische Fachpersonal von der schnellen Verfügbarkeit von Dokumenten. So erhalten die Behandelten direkt den Arztbrief, wodurch sie bei der ambulanten Anschlussbetreuung besser versorgt werden und die Ärzt*innen zeitaufwändige Doppeluntersuchungen vermeiden können. Aber auch Mitarbeitende in der Verwaltung, der Qualitätssicherung und den angeschlossenen wissenschaftlichen Instituten sowie der Klinikvorstand nutzen Spracherkennung, um administrative Prozesse zu beschleunigen.

Zeitgewinn für die Patient*innenversorgung

Neben der Arbeit mit dem digitalen Diktat und der On-Premise-Version verfügt die Uniklinik heute auch über die neue Cloud-basierte Nuance-Lösung Dragon Medical One und die knapp 400 Nutzer*innen zeigen sich zufrieden: „So kam es bislang nicht vor, dass ein Mitarbeitender nach der Testphase keine eigene Lizenz haben wollte oder diese dann nicht genutzt hätte“, erklärt Dr. Marcel Claus, Abteilungsleiter Medizinische Spezialsystem im Geschäftsbereich Informationstechnologie des Universitätsklinikums Jena. Insgesamt liegt die Nutzungsrate der Lösung bei über 90 Prozent, wobei sich die restlichen knapp zehn Prozent auf urlaubs- und krankheitsbedingte Ausfälle, vakante Stellen und Personalrotation zurückführen lassen.

Die positive Resonanz auf Dragon Medical One beruht auf der intuitiven Bedienung – die Einarbeitungsphase sank von anfangs 90 schnell auf gut 15 Minuten – sowie auf der sehr guten Erkennungsrate. „Der Einsatz von Spracherkennung beim Erstellen von OP-Berichten führt hier zu einer Zeitersparnis von über 50 Prozent“, führt Dr. Claus weiter aus. Auch die automatische Korrektur, inklusive Nutzung eines individuellen oder allgemeinen Wörterbuchs, ist hilfreich, um schneller eine höhere Dokumentationsqualität zu erreichen. Dies gilt beispielsweise auch für die internationalen Mitarbeitenden, deren Anzahl im Klinikum tendenziell zunimmt. Gleichzeitig kann das medizinische Personal die gewonnene Zeit ihren Patient*innen widmen. Dadurch steigen die Behandlungsqualität und Patient*innenzufriedenheit bei deutlich kürzeren Wartezeiten.

Mehr Flexibilität, weniger IT-Aufwand

Dragon Medical One bietet noch weitere große Vorteile: Da die Lösung in der Cloud läuft, können die Mitarbeitenden sie flexibel innerhalb und außerhalb des Klinikums nutzen. Gerade während der COVID-19-Pandemie hat sich diese Flexibilität bewährt und die Arbeit im Homeoffice enorm erleichtert. Zudem profitieren Gerichts- und Palliativmediziner*innen in ihrem Arbeitsalltag davon, die Dokumentation mobil per Spracheingabe in hoher Qualität verschriftlichen zu können.

Darüber hinaus verringert die Cloud-Lösung den administrativen Aufwand der IT-Abteilung, da sie für den Betrieb weder Server bereitstellen noch regelmäßig neue Updates aufspielen muss. Laut Dr. Claus ließe sich die benötigte Zeit für Administrationsarbeiten sogar auf einen halben Tag im Monat reduzieren, wenn die Klinik Spracherkennung ausschließlich aus der Cloud bezieht. Die Entscheidung für die Lösung hat das Uniklinikum Jena dabei bewusst auch aufgrund der wirtschaftlichen Vorteile getroffen, zumal sie die Verantwortlichen auf Datenschutzebene ebenfalls überzeugte: Dragon Medical One läuft ausschließlich in der deutschen Microsoft-Azure-Infrastruktur und verarbeitet Daten nur, ohne sie zu speichern. Ein wichtiger Aspekt im Hinblick auf die Sensibilität von Gesundheitsdaten.

Die Cloud-Lösung punktet auf allen Ebenen

Spracherkennung von Nuance findet im Uniklinikum Jena schon lange und erfolgreich Anwendung und verbessert dank der schnellen und qualitativ hochwertigeren Dokumentation die Behandlungsqualität und Patient*innendurchlaufzahl bei deutlich kürzeren Wartezeiten. Insbesondere die neue Cloud-basierte Lösung Dragon Medical One erfüllt alle Anforderungen und überzeugt die Verantwortlichen auch bei der Abwägung der Kosten gegenüber den Vorteilen für Mitarbeitende und Patient*innen. Da zudem das Feedback der etwa 400 Anwender*innen durchgängig positiv ist und sie nicht mehr auf Dragon Medical One verzichten wollen, möchte die Klinik die Lösung künftig flächendeckend einsetzen.

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Über Martin Eberhart

Martin Eberhart ist General Manager Healthcare von Nuance für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Herr Eberhart bringt mehr als fünfzehn Jahre Management-, Vertriebs- und Marketingerfahrung in einem internationalen Umfeld mit, unter anderem mit dem Technologieführer Philips und dem weltweit größten Gesundheits-IT-Verband HIMSS. In seinen bisherigen Positionen begleitete er aktiv Digitalisierungsprozesse im Gesundheitswesen in der USA und verschiedenen Europäischen Ländern.