Der Mangel an medizinischen Fachkräften erhöht nicht nur den Druck auf Mitarbeitende in Gesundheitseinrichtungen, sondern stellt auch eine zunehmende Belastung für die allgemeine Gesundheitsversorgung dar. Die Johannesbad Gruppe, ein deutschlandweit agierender Gesundheitsdienstleister, setzt deshalb auf die KI-gestützte Spracherkennungslösung Dragon Medical One. Diese automatisiert zeitaufwendige Dokumentationsaufgaben, sodass Ressourcen im Personalbereich effizienter eingesetzt werden können und wieder mehr Zeit für die Patientenversorgung bleibt.
Der Fachkräftemangel ist im Gesundheitswesen ein omnipräsentes Thema und setzt Krankenhäuser und Arztkliniken stark unter Druck. So prognostiziert eine aktuelle PwC-Studie, dass im Jahr 2035 knapp 1,8 Millionen Stellen in der Branche nicht mehr besetzt werden können, weil qualifizierte Arbeitskräfte fehlen. Ein effizientes Personalmanagement ist und bleibt daher unabdingbar, um einen reibungslosen Betrieb in Gesundheitseinrichtungen sicherzustellen.
KI-gestützte Spracherkennung kann genau dabei helfen, indem sie den Arbeitsaufwand für Dokumentationsarbeiten reduziert. Dadurch muss einerseits weniger Personal eingesetzt werden, andererseits gewinnen Mitarbeitende wieder mehr Zeit, die sie den Patient*innen widmen können. Auch die Johannesbad Gruppe hat diese Vorteile erkannt und setzt die Spracherkennungslösung Dragon Medical One von Nuance, einem Unternehmen von Microsoft, erfolgreich in ihren Einrichtungen ein.
Effizienter Personaleinsatz durch automatisierte Dokumentation
Als deutschlandweit tätiger Gesundheitsdienstleister umfasst die Johannesbad Gruppe Fachkliniken und Gesundheitszentren für die stationäre sowie ambulante Rehabilitation und ist dabei mit acht stationären Einrichtungen in fünf Bundesländern vertreten. Zudem bietet sie Behandlungen in den Bereichen Orthopädie, Neurologie, Akutschmerztherapie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an. Um den Auswirkungen des Fachkräftemangels zu trotzen, musste die Gruppe einen Weg finden, ihre Ressourcen im Personalbereich effizienter einzusetzen und Prozesse zu optimieren, um mit weniger Arbeitskräften auszukommen. Ein ausschlaggebendes Argument für den Einsatz von Dragon Medical One war hier vor allem, dass die Spracherkennungslösung besonders schnell und leicht eingeführt werden konnte: Selbst für Mitarbeitende ohne Vorkenntnisse ist nur eine kurze Einarbeitungsphase notwendig. Damit werden ihnen aufwendige Dokumentationsarbeiten abgenommen und sie können den Fokus wieder stärker auf die Patientenversorgung legen.
Im Gesundheitswesen ist die ausführliche Dokumentation von Prozessen nicht nur ein fester und notwendiger Bestandteil für die Organisation des Klinikalltags, sondern auch gesetzlich vorgeschrieben. So müssen Abläufe genauestens dokumentiert werden oder Entlassbriefe für die Anschlussbetreuung von Patient*innen fristgerecht an die Leistungsträger übersendet werden. KI-gestützte Spracherkennung hilft hier, anfallende Dokumentationsaufgaben zu automatisieren und zu beschleunigen.
In den Einrichtungen der Johannesbad Gruppe kommt Dragon Medical One beispielsweise für die Verlaufsdokumentation, Entlassbriefe oder Befunde zum Einsatz. Ärzt*innen und Therapeut*innen können durch einfaches Diktieren unmittelbar nach dem Patientenkontakt die entsprechenden Berichte fertigstellen und müssen diese später nicht nacharbeiten. Dadurch ist die Dokumentation nicht nur vollständiger – weil die Informationen noch frisch im Gedächtnis sind –, das schnelle Erledigen bringt auch mentale Erleichterung. Sogar das nicht klinische Personal der Johannesbad Gruppe findet in Bereichen, in denen viel Schreibarbeit anfällt, Verwendung für die Spracherkennungslösung. Die schnelle und vereinfachte Dokumentation entlastet somit die gesamte Belegschaft und spart insgesamt bis zu einem Fünftel der Dokumentationszeit ein. „Wenn man dem Personal damit Arbeit abnimmt, wäre es fahrlässig, keine Spracherkennung zu verwenden“, ist Jürgen Marschall, Bereichsleiter IT bei der Johannesbad Gruppe, überzeugt.
Mit Spracherkennung Mehrwerte schaffen
Auch für Patient*innen ist es von Vorteil, wenn sie ihre Befunde sofort nach dem Arztbesuch mitnehmen können. Zudem kann sich medizinisches Personal viel intensiver der Versorgung von Patient*innen widmen, wenn Dokumentationsaufgaben automatisiert werden. In den Einrichtungen der Johannesbad Gruppe können beispielsweise Mitarbeitende, die vorher bei der Dokumentation assistiert haben, ihre Zeit nun für andere wichtige Aufgaben nutzen, etwa die Vorbereitung der Anamnese oder das Unterstützen des Aufnahmeprozesses. „So bleibt durch die Entlastung der Ärzt*innen mehr Zeit für die Patientenversorgung und zugleich wird die Dokumentation zeitgemäßer“, freut sich Anke Gundel, Geschäftsbereichsleitung Kliniken und Standortleitung der Fachklinik und Gesundheitszentrum Raupennest in Altenberg. „Für uns ist es wichtig, dass unsere Mitarbeitenden mehr mit den Patient*innen beschäftigt sind als mit der Dokumentation.“ Die durch den Einsatz von Dragon Medical One zurückgewonnene Zeit erhöht nicht zuletzt auch die Wirtschaftlichkeit der Einrichtungen selbst. Automatische Updates und die stabile Performance der Cloud-Lösung sorgen nämlich dafür, dass auch die IT-Teams der der Johannesbad Gruppe ihre Zeit nun für andere Aufgaben nutzen können. Für die Zukunft wünscht sich Anke Gundel, dass die Spracherkennung flächendeckend und selbstverständlich in Arbeitsabläufe integriert wird. Denn dann kann sie einen umfassenden Mehrwert bieten: Die Mitarbeitenden werden entlastet, was nicht zuletzt auch den Patient*innen zugutekommt.